Wir trauern um unsere Stifterin und Freundin Monika Schoeller (15.09.1939 – 17.10.2019).

Die S. Fischer Stiftung wurde 2003 als private Stiftung der Verlegerin Monika Schoeller gegründet. Die Wahl des Patrons, Samuel Fischer, ist Programm: Die Stiftung widmet sich dem kulturellen, insbesondere literarischen Austausch zwischen den Völkern und fördert die humanistische Kultur im Geiste so bedeutender Autoren wie Fjodor Dostojewskij, Sigmund Freud, Henrik Ibsen, Franz Kafka oder Thomas Mann.

Im Rahmen des kulturellen Austausches fördert die S. Fischer Stiftung seit 2003 Übersetzer und Übersetzungen deutschsprachiger Gegenwartsliteratur in Russland, der Ukraine, Belarus, Ungarn, Polen und der Türkei. 2008 initiierte sie in privat-öffentlicher Partnerschaft das europäische Netzwerk für Literatur und Bücher Traduki, an dem Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Kosovo, Kroatien, Liechtenstein, Montenegro, Nordmazedonien, Österreich, Rumänien, die Schweiz, Serbien und Slowenien beteiligt sind.

2012 begründete die S. Fischer Stiftung gemeinsam mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Allianz Kulturstiftung die Reihe Debates on Europe.

In der Obhut der S. Fischer Stiftung befinden sich die Nachlässe u.a. von Wolfgang Hilbig, Hubert Fichte und der Fotografin Leonore Mau. In Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt fördert die Stiftung das Projekt Liebe und Ethnologie. Die koloniale Dialektik der Empfindlichkeit (nach Hubert Fichte). In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach engagiert sich die Stiftung in der Förderung literatur- und kulturhistorischer Forschungsprojekte.


Antje Contius
Geschäftsleitung

Aylin Rieger
Stellv. Geschäftsleitung
Debates on Europe

Hana Stojić
Traduki
Autorennachlässe